Strassenleben:Viele Straßenkinder leben wie Tiere: Sie
schlafen auf Kartons in Hauseingängen, ernähren sich von Abfall und
streunen den ganzen Tag durch die Städte. Von der Polizei und der
Bevölkerung werden sie verjagt und geächtet. Hunger, Gewalt und
Missbrauch begleitet sie ständig. Aus Hoffnungslosigkeit schnüffeln die
Kinder meist lösungsmittelhaltigen Klebstoff, der Leber und Gehirnzellen
in kürzester Zeit extrem schädigt oder zerstört. Sie sind oft sehr jung
(5 bis 14 Jahre). Viele Mädchen werden früh schwanger durch mangelnde
Aufklärung oder Vergewaltigung. Straßenkinder haben wenig Chance älter
als 20 Jahre zu werden. Mit 12 sind sie bereits junge Erwachsene, die
nur negative Erlebnisse kennen.
Hilfsprojekt „O Pequeno
Nazareno“
Speziell auf diese Kinder bezieht sich unsere Vereinsarbeit. Den
Kindern fehlt die persönliche Sicherheit. Sie sind aggressiv, emotional
zerstört. Ziel des Projektes ist die konkrete Begleitung von
Straßenkindern. Sie werden in einem eigens für diesen Zweck errichteten
Straßenkinderdorf (Nazareno-Dorf) aufgenommen. Bis jetzt gibt es solche
Projekte in Fortaleza und in Recife, beide in Nordbrasilien.
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